Nahrungsmittelunverträglichkeit

Manche Patienten haben eine Fruktose-, Laktose- oder Histamin-Intoleranz

Histaminintoleranz – Zu einem Histamin-Überschuss kommt es dann, wenn der Körper zu viel Histamin produziert, wie in einer plötzlichen Stresssituation oder durch histaminreiche Nahrung: Rotwein, Bier, Käse, Nüsse, Fisch, Wurst, Tomaten. Zu Symptomen kommt es, wenn der Histamin-Abbau durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) nicht ausreichend funktioniert. Ein Leitsymptom beim hohen Histaminspiegel ist der Kopfschmerz. Aber auch niedriger Blutdruck, Hitzegefühl, Magenbeschwerden, Schweissausbrüche , Gesichtsröte, laufende Nase und Juckreiz können nach dem Essen auftreten.

Als allgemeine Regell gilt: Frische Lebensmittel enthalten meistens wenig Histamin. Lange gelagerte Käsesorten, Essig, Sauerkraut, Salami und vor allem überlagerte Lebensmittel, wie nicht mehr frischer Fisch (insbesondere Thunfisch und Makrelen) können beträchtliche Mengen Histamin aufweisen.

Kopfschmerz nach Wein – Es ist bekannt, dass Wein Kopfschmerzen verursachen kann. Insbesondere natürlich, wenn zuviel davon konsumiert wird oder eine minderwertige Qualität. Manchmal aber treten Kopfschmerzen und allergische Hautrötungen bereits bei kleinen Mengen auf. Auslöser dafür sind in erster Linie biogene Amine. Hinzu kommt, dass Alkohol Rauchen die Wirkung von Histamin verstärkt. Inzwischen gibt es bei Weisswein sehr histaminarmen Wein.

Ein anderes biogenes Amin, Tyramin, kann in Kakao (Schokolade) in grösseren Mengen vorkommen und bei Migränepatienten ggf. Kopfschmerzen auslösen. Tyramin ist in gewissen Weinen in erhöhten Konzentrationen vorhanden.  Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Rioja und Châteauneuf-du-Pape höhere Histaminwerte haben.

Eine vorübergehende Diät kann nützlich sein. Nacheiniger Zeit nimmt die Zahl der Histamin-Rezeptoren ab und es werden ggf. wieder grössere Mengen an histaminhaltigen Speisen vertragen.